Digitale Werte schützen, IT-Security, Datenschutz

Damit kann doch niemand etwas anfangen…

Passfotos im Internet!


Datenschützer müssen erklären können, wozu Datenschutz überhaupt gut ist. Neben der Geschäftsführung fragen auch immer wieder Kollegen und Freunde nach dem Risiko eines offensichtlich harmlosen Sachverhalts.

Die Berliner Polizei liefert eine schöne Erklärung, warum man bspw. Fotos von sich zurückhaltend im Internet veröffentlichen soll. Kurz zum Sachverhalt:
Um an die Schließfächer einer Berliner Volksbankfiliale zu gelangen, gruben bis heute immer noch unbekannte Täter einen Tunnel von einem benachbarten Parkhaus zu den Räumen der Volksbankfiliale. Für die unbehelligten Baumaßnahmen im Parkhaus, mieteten die Täter drei Stellplätze von denen einer als Eingang zum Tunnel diente. Der Betreiber des Parkhauses verlangte hierfür offenbar die Vorlage und Kopie eines Personalausweises. Die Täter legten einen gefälschten niederländischen Personalausweis vor, der das Foto eines unbeteiligten Studenten aus Wuppertal enthielt. Dieser hatte ein Passbild von sich im Internet veröffentlicht – weitere Details, wie bspw. den Zweck oder den Ort der Veröffentlichung nannte die Polizei nicht.

Die Polizei veröffentlichte das Foto im Rahmen der Fahndung nach den Tätern, woraufhin sich Freunde beim Studenten und Bekannte bei der Polizei mit sachdienlichen Hinweisen meldeten. Der Student kommt glimpflich davon, er war nachweislich zur Tatzeit außer Landes.

Lessons to learn:

  • Wer Passbilder von sich im Internet (inkl. Sozialer Netzwerke) veröffentlicht, sollte sich der Reichweite bewusst sein.
  • Wenn schon Bilder im Internet veröffentlicht werden müssen, sollten diese sich gestalterisch deutlich von den biometrischen Bildern unterscheiden.

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